Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

Impressum | Login

Menschenrechte und indigene Voelker

StartseiteStart

Aktuelles

Aktuelle Eilaktion bis zum 06.12.2018, Mexiko: Umweltschützer getötet, weitere in Gefahr
Am 24. Oktober wurde im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua der indigene Landrechtsaktivist Julián Carrillo erschossen, nachdem er bereits mehrere Morddrohungen erhalten hatte. Dies ist die jüngste Tat im Zuge einer Serie solcher Tötungen, denen bereits Familienmitglieder von Julián Carrillo und weitere Indigene zum Opfer gefallen sind. Die indigene Gemeinschaft fürchtet nun noch weitere Anschläge.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist hier abrufbar. Einen vorformulierten Musterbrief an den Gouverneur in englischer Sprachen haben wir hier für Sie vorbereitet.

Aktuelle, dringende Protestaktion von Amnesty Kanada, die Landrechte der First Nation im Peace River Valley zu respektieren und den Staudammbau Site C zu stoppen.
Nachdem sich die Provinzregierung von British Columbia (Kanada) im Dezember 2017 trotz aller Proteste und Wiedergutmachungsversprechen für die Fortsetzung des Staudammprojekts Site C im Peace River Valley ausgesprochen hatte, zogen Vertreter der West Moberly and Prophet River First Nations vor Gericht. Am 25. Oktober 2018 lehnte der „Supreme Court“ von British Columbia ihren Antrag ab, den Staudammbau zumindest solange zu unterbrechen, so lange die Frage der Landrechte nicht gerichtlich geklärt ist. Damit sind die Rechte der indigenen Bevölkerung und das Peace River Valley in großer Gefahr.
Unterzeichnen Sie den dringenden Appell für Gerechtigkeit und bitten Sie die Regierung von Britisch Columbia die Landrechte der indigenen Gemeinden im Peace River Valley zu respektieren.
Hintergrundinformationen in deutscher Sprache haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an der Protestaktion finden Sie hier.

Aktuelles zur UA-75/2018: Vielen Dank an alle, die Apelle geschrieben haben!
Celestino Córdova ist Machi und nimmt in der indigenen Mapuche-Gemeinschaft die höchste religiöse Position ein. Seitdem er 2014 im Zusammenhang mit dem Tod des Paares Werner Luchsinger und Vivian MacKay verurteilt worden war, ist er im Stadtgefängnis CCP (Centro de Cumplimiento Penit enciario) in Temuco inhaftiert.
In seiner Rolle als Machi muss Celestino Córdova den Rewe, einen heiligen Altar aus Holz, regelmäßig besuchen, um religiöse Zeremonien durchzuführen, die für die Gesundheit der Mapuche unerlässlich sind. Immer wieder jedoch haben ihm die chilenischen Gefängnisbehörden die Bitte, seinen Altar besuchen zu dürfen, verwehrt. Der Machi Celestino Córdova reagierte darauf 2018 mit zwei Hungerstreiks. Der erste endete Mitte April, der zweite begann am 31. Mai und endete fast zwei Monate später, als ihm schließlich am 27. Juli Zugang zu seinem Altar gewährt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war sein Leben in akuter Gefahr.
Weitere Informationen zu dieser UA sind hier abrufbar.

Luxemburg hat als 23. Staat die ILO-Konvention 169 ratifiziert
Am 27. Februar 2018 hat das Luxemburger Parlament einstimmig der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 zugestimmt. Diese am 5. September 1991 in Kraft getretene Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das einzige verbindliche internationale Abkommen zum Schutz der Rechte indigener Völker. Die anderen 22 Vertragsstaaten sind Norwegen, Mexiko, Kolumbien, Bolivien, Costa Rica, Paraguay, Peru, Honduras, Dänemark, Guatemala, Niederlande, Fidji, Ecuador, Argentinien, Bolivien, Dominica, Brasilien, Spanien, Nepal, Chile, Venezuela, Nicaragua und die Zentralafrikanischen Republik.
Wann wird die Bundesrepublik Deutschland endlich folgen? Auf Seite 155 des Koalitionsvertrages der aktuellen Bundesregierung heißt es: "Wir streben die Ratifikation des Zusatzprotokolls zum Sozialpakt der Vereinten Nationen sowie der ILO-Konvention 169 zum Schutz der indigenen Völker an."

Tödliches Engagement: Vor zwei Jahren wurde in Honduras die Indigenenaktivistin Berta Cáceres erschossen
Am 3. März jährte sich zum zweiten Mal der Todestag von Berta Cáceres, die vor zwei Jahren in ihrem Haus im Westen von Honduras erschossen wurde. Noch immer ist der Mord an der Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH nicht abschließend aufgeklärt. Im Gegenteil, die Repression gegen Umweltschützer und Menschenrechtsverteidiger nimmt in Honduras stetig zu.
Nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, werden in Honduras ins Visier genommen. Betroffen sind neben der honduranischen Indigenenorganisation unter anderem die internationale NGO Global Witness. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Weitere Informationen zu Berta Cáceres finden Sie hier.
An einem Appell von AI Österreich zur lückenlosen Aufklärung des Mordes an Berta Cáceres können Sie sich hier beteiligen.

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.