Alle laufenden Eilaktionen zum Thema finden Sie in der Rubrik "Eilaktionen"! Helfen Sie uns und schauen Sie hier regelmäßig vorbei!
Vorankündigung: Im Frühjahr 2012 startet der Dokumentarfilm „KAHLSCHLAG – Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder“ von Marco Keller bundesweit in den Kinos.
Der Film zeigt die Auswirkungen der Abholzung der Wälder in Brasilien auf die Umwelt und die dort lebenden indigenen Völker. Verantwortlich für den Raubbau des auch für uns so wichtigen Ökosystems sind vor allem ausländische Großkonzerne. Sojaanbau, Landkonflikte, Umweltzerstörung und ihre globalen Zusammenhänge werden eindringlich von den Betroffenen selbst dargestellt, so auch durch die Vertreter der Guarani-Kaiowá in Mato Grosso do Sul. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versucht das indigene Volk ein letztes Stück Identität zu bewahren. Nähere Informationen zum Film und den geplanten Vorführungen sind unter http://www.kahlschlag-derfilm.de/ abrufbar.
Erfolg! Paraguay: Erfolg für Indigene im Landrechtsstreit
In einem jahrzehntelangen Rechtsstreit um das Land ihrer Vorfahren hat die indigene Gemeinschaft der Sawhoyamaxa einen Erfolg erzielt. Die paraguayischen Behörden haben sich verpflichtet, ein 14.404 Hektar großes Gebiet in der Region Presidente Hayes von dort ansässigen Unternehmen zurückzukaufen.
Das Abkommen lege den Grundstein für die Rückgabe des Landes an die Indigenen, sagte Ireneo Téllez, Jurist bei der lokalen NGO "Tierraviva". Seit 1991 führen die Sawhoyamaxa einen Prozess gegen private Landbesitzer, die sich das Gebiet angeeignet hatten. Rund 90 Familien wurden gezwungen, auf Rinderfarmen oder in behelfsmäßigen Siedlungen zu leben. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung ist dort kaum gewährleistet. Amnesty begrüßte den Schritt der Behörden, foderte sie aber gleichzeitig auf, die Rückkehr der Familien ohne Verzögerung sicherzustellen.
Quelle: Amnesty Journal 02 2012, Seite 9.
Online-Petition: "Stoppt die Gewalt in Mexiko"
Folter, Vergewaltigungen, Hinrichtungen ohne Prozess: Im Kampf gegen die mexikanische Drogenmafia verwischen die Grenzen. Immer öfter kommt es zu Übergriffen auf die indigene Bevölkerung durch Soldaten. Doch die Militärjustiz untersucht nur wenige dieser Menschenrechtsverletzungen. Verurteilungen sind selten, es herrscht weitgehend Straflosigkeit.
Unterschreiben Sie die Petition unter http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=327&d=1.
Mexiko: Gerichtlicher Erfolg für Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú!
Seit über neun Jahren fordern zwei indigene Mexikanerinnen von der Armee und den Behörden Gerechtigkeit für die Vergewaltigung durch Soldaten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero im Jahr 2002. Am 12. August 2011 sind die Ermittlungen in beiden Fällen endlich an Zivilgerichte übergeben worden.
Mehr Informationen können unter http://www.amnesty.de/2011/8/18/mexiko-indigene-frauen-verbuchen-ersten-sieg-im-verfahren-wegen-vergewaltigung-durch-milit abgerufen werden.