Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelles

Aktuelle Petition an den Governeur des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua: Aufklärung des Mordes an Julián Carrillo
Der mexikanische Land- und Umweltrechtsverteider Julián Carrillo wurde am 24.10.2018 von Unbekannten erschossen. Als Führer der indigenen Gemeinde der Rarámuri Coloradas de la Virgen engagierte er sich öffentlich gegen Abholzung, Bergbau sowie den Drogenanbau durch kriminelle bewaffnete Gruppen in seiner Heimatregion. Unterstützt wurde er dabei durch die Organisation Alianza Sierra Madre A.C.(ASMAC).
Die Tötung Julián Carrillos war ein Mord mit Ansage. Aufgrund ihres Engagements hatten Mitglieder seiner Gemeinde und von ASMAC schon länger Drohungen erhalten. Schwer bewaffnete Gruppen schikanierten die Gemeinde, im Dezember 2016 wurde Julián Carrillos Haus niedergebrannt. Zwischen 2015 und 2018 wurden fünf seiner Familienangehörigen getötet.
Am 23.10.2018 verließ Julián Carrillo zum wiederholten Male sein Heimatdorf, da er sich bedroht fühlte, und hielt sich in der Sierra Tarahumara versteckt. Am 24.10.2018 wurden Schüsse in den Bergen gehört. Wenige Stunden später wurde Julián Carrillo tot aufgefunden.
Die Petition finden Sie hier. Jede Unterschrift zählt!

Dringender Aktionsaufruf von Amnesty International Kanada zur Verwirklichung eines historischen Durchbruchs im Umgang mit allen indigenen Völkern in Kanada.
Die kanadische Sektion sieht in der im kanadischen Oberhaus anstehenden Abstimmung über die Gesetzesvorlage Bill C-262 eine entscheidende Chance für eine Wiedergutmachung gegenüber Indigenen und damit auch für eine vollständige Implementierung der UN Declaration of the Rights of Indigenous People durch die kanadische Bundesregierung.
Hier können Sie die Aktion der kanadischen Sektion an die Senatoren des kanadischen Parlaments unterstützen.

Unterschriftenaktion von AI Kanada gegen erzwungene Sterilisationen indigener Frauen
Bis in 2017 wurden indigene Frauen gegen ihren Willen sterilisiert. Hier können Sie die Unterschriftenaktion der kanadischen Sektion von Amnesty International an den kanadischen Premierminister unterstützen, mit der Aufklärung, Wiedergutmachung und wirksame Schutzmaßnahmen gefordert werden.

Aktuelle, dringende Protestaktion von Amnesty Kanada, die Landrechte der First Nation im Peace River Valley zu respektieren und den Staudammbau Site C zu stoppen.
Nachdem sich die Provinzregierung von British Columbia (Kanada) im Dezember 2017 trotz aller Proteste und Wiedergutmachungsversprechen für die Fortsetzung des Staudammprojekts Site C im Peace River Valley ausgesprochen hatte, zogen Vertreter der West Moberly and Prophet River First Nations vor Gericht. Am 25. Oktober 2018 lehnte der „Supreme Court“ von British Columbia ihren Antrag ab, den Staudammbau zumindest solange zu unterbrechen, so lange die Frage der Landrechte nicht gerichtlich geklärt ist. Damit sind die Rechte der indigenen Bevölkerung und das Peace River Valley in großer Gefahr.
Unterzeichnen Sie den dringenden Appell für Gerechtigkeit und bitten Sie die Regierung von Britisch Columbia die Landrechte der indigenen Gemeinden im Peace River Valley zu respektieren.
Hintergrundinformationen in deutscher Sprache haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an der Protestaktion finden Sie hier.

Luxemburg hat als 23. Staat die ILO-Konvention 169 ratifiziert
Am 27. Februar 2018 hat das Luxemburger Parlament einstimmig der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 zugestimmt. Sie wird für Luxemburg am 5. Juni 2019 in Kraft treten.
Diese am 5. September 1991 in Kraft getretene Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das einzige verbindliche internationale Abkommen zum Schutz der Rechte indigener Völker. Die anderen 22 Vertragsstaaten sind Norwegen, Mexiko, Kolumbien, Bolivien, Costa Rica, Paraguay, Peru, Honduras, Dänemark, Guatemala, Niederlande, Fidji, Ecuador, Argentinien, Bolivien, Dominica, Brasilien, Spanien, Nepal, Chile, Venezuela, Nicaragua und die Zentralafrikanischen Republik.
Wann wird die Bundesrepublik Deutschland endlich folgen? Auf Seite 155 des Koalitionsvertrages der aktuellen Bundesregierung heißt es: "Wir streben die Ratifikation des Zusatzprotokolls zum Sozialpakt der Vereinten Nationen sowie der ILO-Konvention 169 zum Schutz der indigenen Völker an."

Tödliches Engagement: Vor zwei Jahren wurde in Honduras die Indigenenaktivistin Berta Cáceres erschossen
Am 3. März jährte sich zum zweiten Mal der Todestag von Berta Cáceres, die vor zwei Jahren in ihrem Haus im Westen von Honduras erschossen wurde. Noch immer ist der Mord an der Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH nicht abschließend aufgeklärt. Im Gegenteil, die Repression gegen Umweltschützer und Menschenrechtsverteidiger nimmt in Honduras stetig zu.
Nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, werden in Honduras ins Visier genommen. Betroffen sind neben der honduranischen Indigenenorganisation unter anderem die internationale NGO Global Witness. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Weitere Informationen zu Berta Cáceres finden Sie hier.
An einem Appell von AI Österreich zur lückenlosen Aufklärung des Mordes an Berta Cáceres können Sie sich hier beteiligen.

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.