Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelles

Alle laufenden Eilaktionen zum Thema finden Sie in der Rubrik "Eilaktionen"! Helfen Sie uns und schauen Sie hier regelmäßig vorbei!

Aktuelle Eilaktion bis zum 7. Dezember 2017, Kolumbien: Indigene in Gefahr
Laut Berichten des Runden Tisches für Dialog und Absprache der Indigenen Völker im kolumbianischen Departamento Chocó wurde am 24. Oktober der Indigenensprecher Aulio Isarama Forastero getötet. Er war von bewaffneten Männern überfallen worden, die sich als Mitglieder der Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (Ejército De Liberación Nacional – ELN) zu erkennen gaben. Der Runde Tisch berichtet außerdem, dass am 7. Oktober im gleichen Indigenenreservat der Lehrer Jhon Eriberto Isarama Forastero entführt wurde. Sein Aufenthaltsort ist nach wie vor unbekannt. Die indigene Gemeinschaft im Reservat Catru Dubaza Ancoso ist in großer Gefahr, da die bewaffnete Gruppe gedroht hat, jeden zu töten, der diese Vorfälle zur Anzeige bringt.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen und die Aktionsmöglichkeiten sind unter https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/indigene-gefahr-0 abrufbar.

Protestaktion gegen die anhaltende Verletzung der Rechte indigener Gemeinschaften am Mount Polley in British Columbia (Kanada) anlässlich des 10. Jahrestages der „UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples“
2014 wurden bei einer der schlimmsten Bergwerkskatastrophen die Gewässer und das Land der Secwepemc First Nation, die auf ihren Lebensraum angewiesen sind, von über 24 Millionen Kubikmeter kontaminiertem Wasser überschwemmt. Langfristige Gesundheitsprobleme, Verunreinigung des Trinkwassers und der traditionellen Nahrung sowie die Zerstörung ihrer kulturellen Plätze zählen zu den Folgen der Katastrophe, ohne dass die Betroffenen bisher entschädigt wurden.
Weitere Informationen finden Sie hier. Die Teilnahme an der Protestaktion ist hier möglich.

Aktuelle Protestaktion von Amnesty Kanada gegen den Staudamm Site C am Peace River in British Colombia
Ein riesiger Staudamm, der in der kanadischen Provinz British Columbia gebaut wird, verstößt gegen Kanadas Verpflichtungen, die Rechte indigener Gemeinschaften zu achten. Der Staudamm würde den Indigenen im Peace River Valley den Zugang zu Gebieten und Gewässern abschneiden, die zentraler Bestandteil ihrer Kultur und Lebensgrundlage sind.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an der Protestaktion finden Sie hier.

Tödliches Engagement: Vor einem Jahr wurde in Honduras die Indigenenaktivistin Berta Cáceres erschossen
Am 3. März jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Berta Cáceres, die vor dann genau einem Jahr in ihrem Haus im Westen von Honduras erschossen wurde. Noch immer ist der Mord an der Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH nicht abschließend aufgeklärt. Im Gegenteil, die Repression gegen Umweltschützer und Menschenrechtsverteidiger nimmt in Honduras stetig zu.
Nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, werden in Honduras ins Visier genommen. Betroffen sind neben der honduranischen Indigenenorganisation unter anderem die internationale NGO Global Witness. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Amnesty ruft mit einer laufenden Appellaktion die Regierung von Honduras dazu auf, aktiv zu werden und die betroffenen Personen zu schützen.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist unter https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-034-2017/menschenrechtsorganisationen-unter-druck abrufbar.
Weitere Informationen zu Berta Cáceres finden Sie hier.

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.