Amnesty International Menschenrechte und indigene Voelker

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Menschenrechte und indigene Voelker

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Aktuelles

Alle laufenden Eilaktionen zum Thema finden Sie in der Rubrik "Eilaktionen"! Helfen Sie uns und schauen Sie hier regelmäßig vorbei!

Aktuelle Eilaktion bis zum 23.07.2018, Kolumbien: Indigene Gemeinschaft bedroht und vertrieben
Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens sind aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor war am 8. Juni ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Die Menschen brauchen dringend Sicherheitsmaßnahmen und Zugang zu humanitärer Hilfe wie beispielsweise Lebensmittel, medizinische Versorgung und eine Unterkunft.
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist hier abrufbar.

Aktuelle Eilaktion bis zum 18.07.2018, Guatemala: Landrechtler getötet
Die drei aus verschiedenen Gemeinden stammenden Landrechtler, Luis Marroquin, José Can Xol und Mateo Chamám Paau, sind im Zeitraum von weniger als einer Woche in Guatemala getötet worden. Die guatemaltekischen Behörden müssen diese Verbrechen umfassend untersuchen und sicherstellen, dass weitere Landrechtler_innen ihre Arbeit ohne Angst um ihre Sicherheit ausüben können.
Schon wieder wurde ein Landrechtler getötet. Am Abend des 30. Mai griffen zwei unbekannte Männer Ramon Choc Sacrab, einen Sprecher der indigenen Q‘echi in Ixloq San Pedrito in Cobán, im Zentrum von Guatemala brutal an. Am 1. Juni erlag er den dabei erlittenen Verletzungen.
Am 4. Juni wurden in Guatemala die Menschenrechtler Florencio Pérez Nájera und Alejandro Hernández García ermordet aufgefunden. Die beiden Männer waren Mitglieder der Kleinbauernorganisation Comité de Desarrollo Campesino (CODECA).
Am 8. Juni wurde ein weiteres CODECA-Mitglied durch Macheten getötet. Damit gibt es sieben Opfer in nur vier Wochen!
Helfen Sie! Die UA mit weiteren Informationen ist hier und die Updates sind hier sowie hier abrufbar.

Luxemburg hat als 23. Staat die ILO-Konvention 169 ratifiziert
Am 27. Februar 2018 hat das Luxemburger Parlament einstimmig der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 zugestimmt. Diese am 5. September 1991 in Kraft getretene Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das einzige verbindliche internationale Abkommen zum Schutz der Rechte indigener Völker. Die anderen 22 Vertragsstaaten sind Norwegen, Mexiko, Kolumbien, Bolivien, Costa Rica, Paraguay, Peru, Honduras, Dänemark, Guatemala, Niederlande, Fidji, Ecuador, Argentinien, Bolivien, Dominica, Brasilien, Spanien, Nepal, Chile, Venezuela, Nicaragua und die Zentralafrikanischen Republik.
Wann wird die Bundesrepublik Deutschland endlich folgen? Auf Seite 155 des Koalitionsvertrages der aktuellen Bundesregierung heißt es: "Wir streben die Ratifikation des Zusatzprotokolls zum Sozialpakt der Vereinten Nationen sowie der ILO-Konvention 169 zum Schutz der indigenen Völker an."

Tödliches Engagement: Vor zwei Jahren wurde in Honduras die Indigenenaktivistin Berta Cáceres erschossen
Am 3. März jährte sich zum zweiten Mal der Todestag von Berta Cáceres, die vor zwei Jahren in ihrem Haus im Westen von Honduras erschossen wurde. Noch immer ist der Mord an der Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH nicht abschließend aufgeklärt. Im Gegenteil, die Repression gegen Umweltschützer und Menschenrechtsverteidiger nimmt in Honduras stetig zu.
Nationale und internationale Organisationen, die Land- und Umweltrechte verteidigen, werden in Honduras ins Visier genommen. Betroffen sind neben der honduranischen Indigenenorganisation unter anderem die internationale NGO Global Witness. Ihre Mitglieder sind zunehmend Drangsalierungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Weitere Informationen zu Berta Cáceres finden Sie hier.
An einem Appell von AI Österreich zur lückenlosen Aufklärung des Mordes an Berta Cáceres können Sie sich hier beteiligen.

Aktuelle Protestaktion von Amnesty Kanada gegen den Staudamm Site C am Peace River in British Colombia
Am 11.12.2017 hat die Regierung der kanadischen Provinz British Columbia entschieden, dass der Staudammbau am Peace River fortgesetzt werden soll. Damit verstößt sie gegen Kanadas Verpflichtungen, die Rechte indigener Gemeinschaften zu achten. Durch den Staudamm wird den Indigenen der Zugang zu Gebieten und Gewässern im Peace River Valley abgeschnitten, die zentraler Bestandteil ihrer Kultur und Lebensgrundlage sind.
Hintergrundinformationen in deutscher Sprache haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an der Protestaktion finden Sie hier. Einen fertigen Musterbrief können Sie hier und Anregungen für individualisierte Briefe hier abrufen.

Protestaktion gegen die anhaltende Verletzung der Rechte indigener Gemeinschaften am Mount Polley in British Columbia (Kanada) anlässlich des 10. Jahrestages der „UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples“
2014 wurden bei einer der schlimmsten Bergwerkskatastrophen die Gewässer und das Land der Secwepemc First Nation, die auf ihren Lebensraum angewiesen sind, von über 24 Millionen Kubikmeter kontaminiertem Wasser überschwemmt. Langfristige Gesundheitsprobleme, Verunreinigung des Trinkwassers und der traditionellen Nahrung sowie die Zerstörung ihrer kulturellen Plätze zählen zu den Folgen der Katastrophe, ohne dass die Betroffenen bisher entschädigt wurden.
Weitere Informationen finden Sie hier. Die Teilnahme an der Protestaktion ist hier möglich.

Filmtipp: "AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam" von Marco Keller
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und für die Bedrohung der dort lebenden Menschen und Tiere.\\ Der Film zeigt, wie sich die Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größte indigene Ethnie, mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren. Porträtiert wird außerdem das Engagement des Biopioniers Wolfgang Heck. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.
AGROkalypse feierte am 17. Juni Premiere in Hamburg und ist fortan in ausgewählten Kinos und Events zu sehen. Weitere Informationen zu Kinoterminen und Sondervorstellungen finden Sie hier. Den Trailer zum Film gibt es hier.