Eilaktionen Archiv 2021

UA-70/2021, Kanada: Gerechtigkeit für indigene Kinder
Am 27. Mai wurden auf dem Gelände eines ehemaligen Internats in Kamloops (Provinz British Columbia) die menschlichen Überreste von 215 indigenen Kindern gefunden. Auch auf dem Gelände des früheren Internats von Brandon (Provinz Manitoba) wurden sterbliche Überreste von Kindern gefunden. Es wird mit weiteren Funden auf dem Gelände von Internatsschulen in ganz Kanada gerechnet. Die kanadische Regierung muss umgehend die Umstände klären lassen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und die indigenen Bevölkerungsgruppen Kanadas vor weiteren Diskriminierungen schützen.
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UA-123/2020-2, Honduras: Angehörige fordern Aufklärung
Am 18. Juli 2020 entführten Unbekannte in Polizeikleidung Alberth Centeno Tomas, Suami Mejía García, Gerardo Rochez Cálix und Milton Martínez Álvarez aus ihren Häusern. Amnesty International fordert die Behörden dazu auf, den Verbleib der Aktivist_innen – die der afro-honduranischen Gemeinschaft der Garífuna angehören – aufzuklären und eine wirksame und unparteiische Untersuchung einzuleiten.
Seit dem Beginn einer strengen Ausgangssperre in Honduras im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie hat Amnesty International mehrere Berichte über massive Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger_innen erhalten. Auch die Indigenenorganisation Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH) berichtet von neuen Angriffen auf ihre Mitglieder. Dazu zählt auch die Inhaftierung von José Trochez durch die Armee, als er humanitäre Arbeit leistete.
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UA-23/2020-1, Malaysia: Drohende Vertreibung aus Naturschutzgebiet
Nachdem bekannt wurde, dass in West-Malaysia einer Fläche von mehr als 930 Hektar der Status als „Waldreservat“ aberkannt werden soll, gingen bei der Forstbehörde von Selangor mehr als 45.000 Beschwerden von malaysischen Bürger_innen ein, darunter zahlreiche Vertreter_innen indigener Gemeinschaften und lokaler Gruppen. Doch die Behörde reagiert nicht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass an dem ursprünglichen Plan festgehalten werden soll. Die Bewohner_innen des betroffenen Gebiets gehören mehrheitlich der indigenen Gemeinschaft der Temuan an, die dieses als ihr angestammtes Land betrachten.
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UA-7/2021, Guatemala: Indigenensprecher angeschossen
Am 7. Februar 2021 wurde der Xinca-Sprecher Luis Fernando García Monroy in Aldea El Volcancito in Ostguatemala mit dem Tod bedroht. Erst drei Wochen zuvor war Julio David González Arango in Südostguatemala angeschossen worden. Die beiden Vertreter der Xinca verteidigen seit vielen Jahren die Rechte der indigenen Bevölkerung mit Blick auf die Auswirkungen, die die Escobal-Mine des Konzerns Pan American Silver auf sie hat. Aufgrund ihres Engagements wurden sie bereits mehrmals angegriffen. Die Angriffe gegen die Xinca-Bevölkerung müssen umgehend unabhängig und unparteiisch untersucht werden.
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15. August 2021