Eilaktionen

Aktuelle Eilaktion bis zum 04.10.2022, Kanada: Indigene in Gefahr
In Kanada sind Angehörige der Wet’suwet’en First Nation, die für ihre Landrechte kämpfen, von schweren Menschenrechtsverletzungen bedroht. Indigene Sprecher*innen wenden sich gegen eine geplante Flüssiggas-Pipeline, deren Bau Mitte August beginnen soll. Sie haben dem Projekt nie zugestimmt. Angehörige der Wet’suwet’en und weitere Landrechtsverteidiger*innen mussten seit 2019 bereits drei Razzien durch schwer bewaffnete Polizeikräfte über sich ergehen lassen. Gegen 19 Personen läuft derzeit ein Strafverfahren wegen Missachtung einer gerichtlichen Verfügung, die die Polizei befugt, Baustellenbesetzer*innen zu vertreiben. Angehörige der Wet’suwet’en berichten von täglichen Schikanen und Einschüchterungsversuchen seitens der kanadischen Polizei und privater Sicherheitsleute.
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Aktuelle Eilaktion bis zum 07.09.2022, Tansania: Safaritourismus – 70.000 Massai droht Vertreibung
Mehr als 70.000 Massai laufen Gefahr, von ihrem angestammten Weideland vertrieben zu werden. Sie sollen einem Reservat für Safaritourismus und Trophäenjagd Platz machen. Am 7. Juni trafen zahlreiche Sicherheitskräfte in der Stadt Loliondo in der Region Arusha ein, um die Beschlagnahmungspläne der Behörden mittels Grenzmarkierungen vorzubereiten. Als am 9. Juni örtliche Gemeindemitglieder gegen dieses Vorgehen protestierten, wurden sie von Sicherheitskräften mit Tränengas und Schusswaffen angegriffen. 25 Gemeindemitglieder wurden festgenommen. Später wurden sie der Verschwörung zum Mord an einem Polizisten angeklagt. Die Behörden müssen den Einsatz in Loliondo sofort beenden, die Festgenommenen unverzüglich freilassen und alle Beschlagnahmungspläne aufgeben.
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14. August 2022