Honduras: Am 02.03.2026 jährt sich der Mord an Berta Cáceres zum 10. Mal!

Die Indigene Umweltaktivistin und Mitbegründerin von COPINH (Council of Popular and Indigenous Organization of Honduras) Berta Isabel Cáceres Flores wurde am 02.03.2016, zwei Tage vor ihrem 43. Geburtstag, in ihrem Haus ermordert. Cáceres setzte sich für den Schutz der Umwelt und der Lebensgrundlagen der Indigenen Völker in Honduras ein. Sie kämpfte gegen illegale Bergbauprojekte und zuletzt unter anderem gegen das Staudammprojekt Agua Zarcas.
Die Ermittlungen in ihrem Mordfall verliefen von Anfang an schleppend. Der Mord wurde bis heute nicht umfassend aufgeklärt. Am 12.01.2026 hat eine unabhängige Expertenkommission ihren Abschlussbericht vorgestellt, nachdem sie ein Jahr zu dem Mordfall ermittelt hat. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass Berta Cáceres sterben musste, um die wirtschaftlichen Interessen der hinter dem Staudammprojekt Agua Zarcas Stehenden nicht zu gefährden. Er rekonstruiert, dass staatliche Stellen bereits Anfang Januar 2016 von dem Mordkomplett wussten und dass der Mord mit den für das Staudammprojekt gedachten finanziellen Mitteln internationaler Banken finanziert wurde. Dieser Bericht führt jetzt hoffentlich zu neuen Ermittlungen, welche alle für den Mord Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

1. März 2026