Briefe gegen das Vergessen: Leonard Peltier (USA)

Leonard Peltier, ein Angehöriger der Anishinabe-Lakota, verbüßt seit fast fünf Jahrzehnten wegen der Ermordung zweier FBI-Agenten im Juni 1975 zwei lebenslange Haftstrafen. Amnesty International hat den Fall über viele Jahre hinweg eingehend untersucht und ist nach wie vor der Auffassung, dass das Gerichtsverfahren, das zu seiner Verurteilung führte, möglicherweise nicht den internationalen Standards für faire Verfahren entsprochen hat und von politischen Faktoren beeinflusst wurde.
In den mehr als 40 Jahren, die der indigene Aktivist im Gefängnis verbracht hat, hat er stets seine Unschuld beteuert. Er hat chronische Gesundheitsprobleme, und sein Gesundheitszustand verschlechtert sich stetig. Sein letzter Antrag auf Haftentlassung auf Bewährung wurde 2009 vom US-Bewährungsausschuss abgelehnt. Amnesty geht davon aus, dass er erst im Jahr 2024 wieder für eine Entlassung auf Bewährung in Betracht kommt. Da alle verfügbaren Rechtsmittel ausgeschöpft sind und Leonard Peltier inzwischen mehr als 40 Jahre im Gefängnis verbracht hat, ist Amnesty der Ansicht, dass die US-Behörden seine Freilassung aus humanitären Gründen anordnen sollten.
Helfen Sie! Schreiben Sie bitte bis zum 31.10.2021 an den US-Präsidenten. Alle notwendigen Informationen und einen Formulierungsvorschlag finden Sie hier .

31. August 2021