Online-Petition von AI Kanada: Vergiftetes Wasser – Kanada lässt Indigene in Stich

Das Gebiet, in dem die indigene Gemeinschaft lebt, ist mit Quecksilber verseucht, seit eine Papierfabrik in den 1960er Jahren mit offizieller Erlaubnis zehn Tonnen Giftmüll in einen Fluss einleitete. Das Schwermetall belastet bereits seit mehr als 50 Jahren das Wasser und die Fische. Viele Angehörige der indigenen Bevölkerungsgruppe leiden unter Vergiftungen. Die Quecksilberverseuchung bedroht auch die Kultur und Traditionen der Menschen von Grassy Narrows, in deren Leben das Fischen eine zentrale Rolle spielt. 2017 versprach die kanadische Regierung, das Problem „ein für alle Mal“ zu lösen. Bisher wurde jedoch weder der Fluss gereinigt noch erhielten die Menschen fachärztliche Behandlung und Entschädigungen.

Bitte unterstützen Sie die Grassy Narrows First Nation auch nach Abschluss des internationalen Briefmarathons von Amnesty International in ihrem Kampf für die Reinigung ihrer mit Quecksilber verseuchten Gewässer, eine angemessene Entschädigung und fachärztliche Betreuung unterstützen. Die Petition an den kanadischen Minister für „Indigenous Services“ Marc Miller und weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.

2. Februar 2020